Management by Horsepower

Was Führungskräfte von Pferden lernen können

Wann sind Ihnen eigentlich das letzte Mal „die Pferde durchgegangen“?

Bei mir ist das noch gar nicht so lange her – zumindest sinnbildlich. Und bevor ich tiefer in dieses Thema eintauchte, fragte ich mich wie viele zuvor: Was bedeutet diese Redewendung eigentlich ursprünglich?

„Wenn einem das Pferd durchgeht, droht der absolute Kontrollverlust“, sagt das Lexikon. Und interessant: Oft ist es nicht das Pferd, das plötzlich „verrückt“ spielt – sondern die Angst, die es zur Flucht treibt.

Eine Begegnung, die alles verändert

Meine erste intensive Begegnung mit einem Pferd hatte ich im Friesengestüt Kraftquell Black Pearl in Penig. Und spätestens dort wurde mir klar:

Es liegt nicht nur am Pferd – es liegt vor allem am Menschen.


Als jemand, der durch zahlreiche Westernfilme „vorgebildet“ war, hatte ich natürlich ein Bild im Kopf: Eine züngelnde Schlange, ein panisches Pferd, ein fliehender Reiter. Die Realität sah etwas anders aus – und war zum Glück weniger dramatisch.


Da stand ich also – wie ein Schuljunge zur Einschulung – leicht nervös neben einem beeindruckenden Friesen. Schwarz, groß, majestätisch. Ein Tier, das Respekt einflößt, lange bevor es sich überhaupt bewegt.


Ein „Austausch auf Augenhöhe“?

Nicht im Ansatz.


Nach einer kurzen Einführung durch Ilona Pfreundtner, Leiterin des Gestüts, begann meine erste geführte Runde im Trainingsbereich. Meine einzigen „Führungsinstrumente“: mein Standpunkt, mein Blick, meine Körpersprache und meine Stimme.

Wenn das Pferd beginnt, uns zu spiegeln

In der ersten Runde führte eher das Pferd mich „Gassi“ – deutlich amüsiert über meine Unsicherheit. Nichts passte zusammen.

Doch nach einigen Korrekturen geschah etwas Faszinierendes:

Das Pferd begann, mich wahrzunehmen.

Ich wurde klarer. Ruhiger. Eindeutiger.

Und plötzlich liefen wir gemeinsam.


Diese Momente waren nicht nur emotional – sie waren erkenntnisreich.

Denn als Ilona Pfreundtner mir anschließend mein persönliches Führungsverhalten anhand der Reaktion des Pferdes spiegelte, wurde eines deutlich:


- Pferde verstehen Klarheit sofort.
- Sie erkennen Konsequenz als Sicherheit.

- Sie reagieren unmittelbar auf Authentizität – und genauso auf Verunsicherung.


Fehlt Klarheit, entsteht Fluchtverhalten.

Fehlt Abgrenzung, fehlt Führung.

Wird Druck eingesetzt, entsteht Widerstand statt Vertrauen.


Diese Lektionen trafen mich mit voller Wucht – und sie wirken bis heute nach.

Das Pferd als ehrlicher Co-Coach

Pferde sind ehrlicher, als es viele Menschen je sein könnten.

Sie spiegeln:

  • innere Haltung
  • Unsicherheiten
  • Souveränität
  • Präsenz
  • Klarheit
  • echte Intention


Das macht sie zu idealen „Co-Trainern“ für Führungskräfte.


Gemeinsam mit Ilona Pfreundtner entwickelten wir deshalb ein spezielles Führungs- und Teamtraining, das praktische Übungen mit Pferden mit persönlicher Reflexion und direktem Führungstransfer verbindet.


Das Ergebnis?

Ein Format, das Teilnehmende nachhaltig prägt – egal ob aus Sportvereinen, mittelständischen Betrieben oder Konzernen.


Und ja:

Auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.

Man darf „sein“, man darf im Dreck stehen, man darf loslassen – und man darf lernen.

Warum dieses Training so kraftvoll ist

Weil Pferde etwas tun, was Menschen selten tun:


Sie spiegeln uns ungefiltert.

Ohne Rücksicht. Ohne Strategie. Ohne Diplomatie.


Sie reagieren nur auf das, was wirklich da ist.

Das macht sie zu wertvollen Partnern in der Entwicklung von:


  • Führungsstärke
  • Klarheit & Abgrenzung
  • Selbstwahrnehmung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Stressresistenz
  • authentischer Autorität

Neugierig geworden?

Wenn Sie herausfinden möchten, wie klar Ihre eigene Führung wirkt – oder wie viel „Horsepower“ tatsächlich in Ihnen steckt – dann lassen Sie sich gern einmal von einem Pferd spiegeln.


Sprechen Sie mich einfach an.


Denn PS wirken nicht nur unter der Motorhaube.